Gute Regierungsführung

Gute Regierungsführung oder Good Governance ist zu einem der meistgebrauchten Modewörter in der Debatte um staatliches Handeln geworden, in Industrienationen wie auch in Entwicklungsländern. In unserem Verständnis geht es dabei um ein ganzheitliches und wertebasiertes Verständnis staatlichen Handelns, einschließlich des Zusammenspiels staatlicher Institutionen mit anderen gesellschaftlichen Akteuren im Entwicklungsprozess. Dabei ist der Begriff dessen, was "gut" ist, immer eine Frage der Vereinbarung zwischen den Akteuren, ganz im Sinne des Qualitätsgedankens.

OECD-Kriterien Guter Regierungsführung

  • Rechtsstaatlichkeit
  • Offenheit, Transparenz und Rechenschaftspflicht gegenüber demokratisch gewählten Institutionen
  • Partizipation
  • effiziente und effektive Dienstleistungen
  • klare, transparente und anwendbare Gesetze und Regeln
  • Konsistenz und Kohärenz in der Policy-Formulierung
  • hohe ethische Verhaltensstandards

Die OECD-Kriterien für Good Governance, ergänzt um den EU-Grundsatz der Partizipation, sind deshalb für unsere Beratung der öffentlichen Verwaltung oder von Akteurssystemen, an denen sie beteiligt ist, auf allen Ebenen (kommunal, regional, national) und auf verschiedenen Niveaus der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung handlungsleitend.

Wir halten abstrakte Debatten über die Abgrenzung von Aufgaben des Staates für wenig hilfreich. Empirisch deutlich ist, dass exzessive „Entstaatlichung" oder „Bad Governance" bis hin zum Staatsversagen die Situation der Mehrheit der Bevölkerung eines Landes oder einer Region verschlechtert und regelbasierte Aushandlungsprozesse durch offene oder strukturelle Gewaltanwendung ersetzt.

Good Governance als Feld professioneller Beratung hat inzwischen eine erhebliche Ausdifferenzierung erfahren, weshalb sich Como zur Spezialisierung auf eine Reihe wichtiger Teilaspekte entschieden hat:

Leistungen
  • Dezentralisierung (administrativ, fiskal) und Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung mehr
  • Stärkung der Zivilgesellschaft mehr
  • Gender mehr
  • Konfliktbearbeitung und Friedensentwicklung mehr
  • HIV/AIDS und Sexuelle Reproduktive Gesundheit mehr
 
 

AnsprechpartnerIn

            
     

         

                                                                                                                  

Dr. Thomas Rieger 

 

 Uta Giebel

 

Julia Weinand    

 

Arbeitsbeispiele

  • Dezentrales Ressourcenmanagement in Ekuador. Durchführung einer Komponente im Programm GESOREN der GIZ. mehr
  • Krisenprävention und Konfliktbearbeitung in Bolivien. Durchführung einer Komponente im Programm PADEP der GIZ. mehr
  • Strukturförderung des Frauenministeriums in Pakistan für die GIZ. mehr
  • Durchführung des Projektes „Verankerung einer multisektoralen HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie - Dezentralisierung der HIV/AIDS- Aktivitäten in ausgewählten Distrikten in Burundi.
  • Durchführung der Programm-Komponente „Aufbau gemeindebezogener Dienste zur Verteilung von modernen Familienplanungsmethoden" im Rahmen des KV- Programms Menschenrechte und sexuelle Gesundheit in Burkina Faso.
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