Unsere Beratungsphilosophie

Sicherheit in der Unsicherheit gewinnen
Ein Mensch gilt als gesund, wenn seine Organe störungsfrei funktionieren, er genügend Überschussenergie zur Verfügung hat, um auch auf Krisen und unvorhergesehene Ereignisse flexibel reagieren zu können und wenn er Freude an Veränderung und Kontakt mit seinem sozialen Umfeld hat. Gesund bleibt, wer eine Balance zwischen Aspekten und Phasen der Ordnung und der Unordnung bzw. Veränderung herstellen kann. Gesundsein heißt, mehr als eine Möglichkeit zu sehen und dabei Entscheidungen treffen zu können. Dieser Gesundheitsbegriff beschreibt angemessen auch Zustände von Organisationen.
Organisationen sind dann erfolgreich und produktiv, wenn Routine und Störung einander nicht ausschließen, sondern Führungskräfte und MitarbeiterInnen genügend Überschussenergie (Geld, Motivation, Kreativität, Wissen, Beweglichkeit....) zur Verfügung haben, um mit Krisen, externer Unsicherheit und Komplexität flexibel umzugehen, ohne dabei dauerhaft die Balance zwischen organisationsinternen Bedürfnissen und externen Anforderungen aus den Augen zu verlieren. Organisationen verlieren diese Balance und werden "krank", wenn sie nicht mehr im lebendigen Kontakt mit ihrer Umwelt stehen, in alten Mustern und Hierarchien erstarren und sich nur mit sich selbst beschäftigen. Sie können aber auch krank werden, wenn sie nicht (mehr) in der Lage sind, Lösungen aus sich selbst heraus zu entwickeln und sich in Abhängigkeit von externen Trends, Moden und Heilsversprechen begeben.
Wir beobachten seit einigen Jahren die Tendenz, dass Organisationen in ihrem Bemühen, die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern, sich zu stark auf das fixieren, "was von außen kommt" oder "was alle anderen machen". Diese übertriebene Anpassung an scheinbare Erfolgsrezepte des "größer und schneller Werdens" führt oft zu einem inneren Substanzverlust; interne Steuerungskompetenz und Glaubwürdigkeit, die gerade in krisenhaften Zeiten benötigt werden, gehen verloren. Häufig kommt es zu einem Nacheinander von nicht zu Ende gebrachten Reorganisations- und Modernisierungsprojekten, MitarbeiterInnen fühlen sich ausgebrannt, die Kreativität lässt nach. Was tun, um wieder in die Balance zu kommen und sicheren Boden unter den Füßen zu gewinnen?
Balance und Selbststeuerung stärken
COMO ist der Überzeugung, dass eine der wichtigsten Kompetenzen für Organisationen und ihre MitarbeiterInnen in Zukunft die Fähigkeit zur Selbstregulation darstellt. Dies bedeutet, auch in Zeiten dynamischer Markt- und Wettbewerbsentwicklung eine flexible Balance zwischen Außen- und Binnenorientierung, Innovation und Stabilität, Kunden- und MitarbeiterInnenorientierung herzustellen. Balance lässt sich nicht top-down verordnen, sondern wird in komplexen Prozessen der Selbststeuerung und -organisation erlernt. Wie ein Seiltänzer seine Balance durch stetige Bewegungskorrektur rund um seinen Mittelpunkt erreicht, so können Organisationen und ihre Mitglieder nur durch bewusste Aktion und kontinuierliche Selbst-Beobachtung, durch die Bereitschaft, auch Fehler und Irritationen zuzulassen und aus ihnen zu lernen, aus sich selbst heraus sicher in der Unsicherheit werden.
Veränderung kann man nicht kaufen
Veränderungen sind nicht einfach zu haben, sondern oft sind es Krisen und schmerzliche Erfahrungen, in denen wir von alten Verhaltensweisen lassen und neue produktivere Haltungen entwickeln. Transformationsprozesse in Organisationen gehen daher selten harmonisch vonstatten, sondern erfordern neben Partizipation auch klare und konsequente Entscheidungen der Führungskräfte. Techniken und Instrumente der Reorganisation lassen sich durchaus ‚von außen` oder ‚von oben` implementieren. Sie werden aber erst dann wirksam, wenn alle Beteiligten solche Reorganisationen aktiv gestalten, sich dabei selbst verändern und die eigenen Lernerfahrungen nutzen.
Als weltweit operierendes Beratungsunternehmen kennt COMO die Trends und Instrumente des heutigen Veränderungsmanagements. Trotzdem ist jeder Beratungsprozess einzigartig, weil jede Organisation ihre eigenen Werte, Geschwindigkeiten und Geheimnisse hat. Um diesem Besonderen gerecht zu werden, arbeiten unsere Berater und Beraterinnen nicht immer mit dem Mainstream, sondern, falls erforderlich, auch mal gegen ihn - so wie es unsere KundInnen brauchen. Dabei verbindet COMO in der Beratung Fach- und Prozesskompetenz. Die COMO-Beraterinnen und Berater gehen nicht als die besseren ManagerInnen zu ihren KundInnen, sondern sie sind ExpertInnen darin, Lernprozesse in Gang zu setzen und deren Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass diese zur Selbstveränderung der Organisation und zur Steigerung interner Lösungskompetenz beitragen.
Unterschiede respektieren und fruchtbar machen
COMO hat Beratungserfahrungen in vielen Ländern und Kulturen gesammelt. Im Kontakt mit diesen Kulturen haben wir an uns selbst erfahren, dass Unterschiede irritieren und zum Nachdenken anregen. Dieses Wissen nutzen wir in unseren Beratungsprozessen.
Wenn wir von Kulturen sprechen, meinen wir nicht nur nationale, sondern auch unterschiedliche Organisations- und Lebenskulturen. Unsere KundInnen sind Teams von DaimlerChrysler ebenso wie eine Begegnungsstätte für MigrantInnen in einem großstädtischen sozialen Brennpunkt oder ein Straßenkinderprojekt in Guatemala. Bei der Gestaltung von Beratungsprozessen legen wir großen Wert darauf, die unterschiedlichen Sichtweisen von Frauen und Männern deutlich werden zu lassen und produktiv zu nutzen. Gender mainstreaming ist nicht nur ein Beratungsthema, sondern auch in unserer eigenen Firma eine große Herausforderung.
Unsere Schlüsselkompetenzen sind eine breite Kenntnis verschiedener Organisationskulturen und sozialer Milieus, die Fähigkeit zur respektvollen Beobachtung, zum Umgang mit Mehrdeutigkeit und das Interesse am Unbekannten. Diese Erfahrungen und Fähigkeiten bringen wir in die Beratung ein: Wir geben Impulse durch unsere Außensicht, wir unterstützen unsere KundInnen, die eigenen blinden Flecken zu entdecken, sich (auch mal) mit anderen zu vergleichen, Neugier zu entfalten und Lust am (Weiter-)Lernen zu entwickeln.
Hohe Beratungsqualität und Nutzen für den Kunden
Wir sprechen von Beratungsqualität, wenn Lösungen, die gemeinsam mit den KundInnen erarbeitet wurden, möglichst viel und möglichst vielen Beteiligten einen Nutzen stiften. Dies bedeutet, bei der Planung und Gestaltung von Veränderungsprozessen oder -projekten verschiedene Zieldimensionen zu integrieren und in eine Balance zu bringen. Einfache Lösungen, die nur durch Ausblendung von Interessen oder Aspekten funktionieren, sind weder nachhaltig noch effektiv. Kostensenkung als die ultima ratio von Zukunftssicherung erscheint uns zu kurz gegriffen.
Beratungsaufträge werden bei COMO durch interdisziplinäre Teams bearbeitet. Für schwierige Beratungssituationen nutzen wir Coaching durch Kolleginnen und Kollegen, die nicht in den Auftrag involviert sind. Wir organisieren regelmäßig Konzept- und Fortbildungstage, in denen wir unsere Kompetenz erweitern und vertiefen. Alle COMO-Beraterinnen und Berater verfügen neben ihren fachlichen Ausbildungen über langjährige Aus- und Fortbildungen im Bereich systemischer und gestaltorientierter Beratung, Transaktionsanalyse, Supervision, Konfliktmanagement und Mediation. Die meisten COMO-BeraterInnen verfügen über eine Ausbildung im Qualitätsmanagement wie z.B. EFQM oder DIN ISO 9000. Fachlicher Austausch in themenbezogenen Netzwerken und Berufsorganisationen sorgt für kontinuierlichen Abgleich mit den neuesten Entwicklungen. Dadurch können wir im Team verschiedenste Beratungsmethoden zielgerichtet zum Einsatz bringen.




Drucken