HIV / AIDS und sexuelle reproduktive Gesundheit

Für COMO ist das Querschnittsthema HIV/AIDS im Sinne des multisektoriellen und gemeinsam von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen getragenen Ansatz zur Prävention und zur Unterstützung der Infizierten ein Governance-Thema. Dies gilt im Sinne der Daseinsvorsorge und Menschenrechten auch für das Thema Sexuelle Reproduktive Gesundheit.

Seit der im Jahre 1994 in Kairo abgehaltenen internationalen Konferenz zu Bevölkerung und Entwicklung, hat sich das Verständnis von Bevölkerungspolitik und das Recht auf reproduktive und sexuelle Gesundheit auf internationaler Ebene intensiv weiterentwickelt. Der universelle Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit für Frauen, Männer und Jugendliche gilt als ein Menschenrecht und sollte von den einzelnen Staaten in ihrem Gesundheitskonzept verfolgt werden.

Spätestens durch die Ausbreitung der HIV/AIDS- Pandemie ist die Arbeit mit und für die sexuelle reproduktive Gesundheit auch in eher konservativ geprägten Entwicklungs- und Schwellenländern wichtiger geworden. Nach einer Phase, in der nationale Aktionspläne und Programme zunächst ausschließlich zur Bekämpfung von HIV/AIDS entwickelt wurden, gibt es heute die Übereinkunft auf internationaler Ebene, dass eine enge Verknüpfung von integralen Programmen zu HIV/AIDS und sexueller u. reproduktiver Gesundheit effizienter ist.

In Entwicklungsländern sind vor allem arme Frauen und Mädchen betroffen von ungewünschten Schwangerschaften, sexualisierter Gewalt, sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV/AIDS und Müttersterblichkeit, als auch von schädlichen traditionellen Praktiken, wie der Genitalverstümmelung. Vor allem zur Bekämpfung von HIV/AIDS werden im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit multisektorale Ansätze erprobt, die über eine Bearbeitung im Gesundheitssektor hinausgehen. Im Vordergrund stehen dabei vor allem der Bildungssektor und die Bearbeitung von dezentralen Strukturen für die Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Grundlegende Probleme in diesem Themenbereich sind der mangelnde Zugang zu ausreichenden Informationen und qualitätsgesicherte Dienstleistungsangebote für alle betroffenen Bevölkerungsgruppen.

Leistungen:   COMO übernimmt Projektdurchführungen in diesem Themenfeld und arbeitet sowohl an den Schnittstellen zu anderen Sektoren, als auch an der Integration von Querschnittsthemen wie Partizipation, Dezentralisierung von Diensten, Qualitätsmanagement und Wirkungsmonitoring. Um die Fachkompetenz im Gesundheitsbereich in diesen Vorhaben sicherzustellen, existieren enge Kooperationen mit anderen Beratungsunternehmen wie Health Focus GmbH Potsdam und der evaplan GmbH in Heidelberg
(s. Kooperationen).
 

Ansprechpartner

Dr. Thomas Rieger

 


Arbeitsbeispiele

  • Durchführung des Projektes „Verankerung einer multisektoralen HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie - Dezentralisierung der HIV/AIDS- Aktivitäten in ausgewählten Distrikten in Burundi
  • Durchführung der Programm-Komponente „Aufbau gemeindebezogener Dienste zur Verteilung von modernen Familienplanungsmethoden" Im Rahmen des KV- Programms Menschenrechte und sexuelle Gesundheit in Burkina Faso

 

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